Enneagramm als Werkzeug zur inneren Arbeit

 

Das Enneagramm beschreibt neun menschliche Persönlichkeitstypen (griechisch: ennea = neun, gramma = Buchstabe, Punkt, Maßeinheit).  Jeder Charaktertypus definiert sich durch die Art und Weise, wie der Mensch sich als Kind aufgrund erblicher und gesellschaftlicher Faktoren entschieden hat, mit den rauhen Gegebenheiten des Daseins umzugehen. Diese Persönlichkeiten werden aufgrund eines spezifischen und automatisierten Verhaltensmusters sicht- und identifizierbar. Diese sich verselbständigten Muster bilden den Kern des eigenen Selbstbildes und wirken sich sehr konkret auf das Verhalten aus.

Drei Zentren entsprechen drei frühkindlichen Konditionierungen oder Überlebensstrategien:

Bauchzentrum:

Bauchmenschen erleben die Welt als Kampfplatz und haben gelernt, auf Konflikte spontan, aggressiv oder gar nicht zu reagieren (Streit).

Herzzentrum:

Herzmenschen haben sich früh den Erwartungen und Urteilen ihrer Umwelt angepasst und versuchen, die Aufmerksamkeit anderer zu gewinnen (Anpassung, Manipulation).

Kopfzentrum:

Die Kopfmenschen haben gelernt zu überleben, indem sie auf Abstand gehen, die Situation analysieren und ihre Reaktion sorgfältig planen (strategischer Rückzug, Flucht).

Alle drei Strategien sind teilweise sinnvoll, werden aber durch Übertreibung und Egozentrik selbstzerstörerisch.

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© Dr. Markus Seyrling